Schweißverzug reduzieren | Beratung für Richttechnik, Flammrichten und Induktionsrichten

Schweißverzug ist in vielen metallverarbeitenden Betrieben kein Einzelfall, sondern ein wiederkehrender Kostenfaktor. Bauteile passen nach dem Schweißen nicht mehr, Baugruppen müssen nachgerichtet werden, Montagezeiten steigen und die Nacharbeit bindet Kapazitäten, die eigentlich für produktive Fertigung gebraucht werden. Wer Schweißverzug reduzieren will, braucht deshalb nicht nur Erfahrung im Schweißen, sondern auch einen klaren Blick auf den gesamten Fertigungsablauf.

Genau darum geht es in dieser Beratung. Ich unterstütze Unternehmen dabei, Verzug in Schweißkonstruktionen technisch und wirtschaftlich zu beurteilen, den bestehenden Richtprozess zu hinterfragen und praktikable Verbesserungen zu entwickeln. Dabei geht es nicht um allgemeine Theorie, sondern um die konkrete Frage: Welche Maßnahmen helfen in Ihrem Betrieb wirklich, um Nacharbeit durch Schweißverzug zu verringern, Durchlaufzeiten zu senken und den Prozess stabiler zu machen?

Ob Richttechnik Beratung, Flammrichten Beratung oder Induktionsrichten Beratung: Im Mittelpunkt steht immer die betriebliche Praxis. Ziel ist ein Richtprozess, der zum Bauteil, zur Fertigungstiefe, zur Losgröße und zur wirtschaftlichen Realität im Betrieb passt.


Warum Schweißverzug in der Praxis so teuer wird

Schweißverzug verursacht selten nur ein einziges Problem. In der Praxis zieht er meist eine ganze Kette von Folgekosten nach sich. Zunächst verziehen sich Bauteile durch Wärmeeintrag beim Schweißen. Danach beginnt oft die eigentliche Belastung für den Betrieb: Bauteile müssen gerichtet, angepasst, geschliffen oder erneut bearbeitet werden. Montageprobleme treten auf, Arbeitsplätze werden blockiert und Fertigungszeiten verlängern sich. Genau diese Zusammenhänge werden in deinen Unterlagen als typische Kundenprobleme in der Schweißfertigung beschrieben.

Viele Unternehmen nehmen diese Zusatzkosten lange als „normal“ hin. Tatsächlich entsteht aber ein erheblicher Teil der verlorenen Marge genau in dieser verdeckten Nacharbeit. Wer Schweißverzug reduzieren möchte, sollte deshalb nicht nur auf das fertige Bauteil schauen, sondern auf den gesamten Ablauf von Vorbereitung, Heften, Schweißfolge, Spannsituation, Wärmeeinbringung und Richtstrategie.

Besonders kritisch wird es dann, wenn Verzug nicht mehr planbar ist. Dann fehlt die Prozesssicherheit. Mitarbeiter richten nach Gefühl, die Ergebnisse schwanken und es ist unklar, wann Flammrichten, wann Induktionsrichten und wann eine Änderung im Schweißprozess selbst die bessere Lösung wäre. Genau an dieser Stelle setzt eine strukturierte Richttechnik Beratung an.


Für welche Betriebe diese Beratung sinnvoll ist

Diese Beratungsseite richtet sich an metallverarbeitende Betriebe, in denen geschweißte Bauteile oder Baugruppen regelmäßig mit Verzugsthemen zu tun haben. Besonders relevant ist das für Unternehmen aus dem Maschinenbau, Stahlbau, Anlagenbau, Metallbau, Fahrzeugbau und für Lohnfertiger mit wiederkehrenden Schweißbaugruppen.

Sinnvoll ist die Beratung vor allem dann, wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte zutreffen:

  • Bauteile sind nach dem Schweißen regelmäßig verzogen
  • Richtaufwand und Anpassarbeiten steigen
  • die Nacharbeit durch Schweißverzug kostet zu viel Zeit
  • es gibt keine klare Richtstrategie für wiederkehrende Bauteile
  • es wurde bereits in zusätzliche Technik investiert, ohne dass der Prozess wirklich wirtschaftlicher wurde
  • unklar ist, ob Flammrichten oder Induktionsrichten im konkreten Fall sinnvoller wäre
  • Produktionsleitung oder Geschäftsführung wollen den Richtprozess wirtschaftlich bewerten

Ziel der Beratung – Schweißverzug reduzieren statt Symptome verwalten

Viele Betriebe reagieren auf Verzug erst dann, wenn das Bauteil bereits fertig geschweißt ist. Dann wird gerichtet, gepresst, angepasst oder nachgeschweißt. Das löst kurzfristig das sichtbare Problem, verbessert aber oft nicht den eigentlichen Prozess.

Ziel dieser Beratung ist deshalb nicht nur, vorhandenen Verzug zu korrigieren. Ziel ist es, den gesamten Ablauf so zu bewerten, dass Schweißverzug reduziert wird, bevor daraus hohe Folgekosten entstehen. Dazu gehören unter anderem:

  • technische Bewertung des aktuellen Fertigungsablaufs
  • Analyse von Verzugseinflüssen im Schweißprozess
  • Beurteilung der aktuellen Richtmethode
  • Vergleich von Aufwand, Ergebnis und Wirtschaftlichkeit
  • Identifikation unnötiger Zusatzschritte
  • Entwicklung von praktikablen Verbesserungen für den Betrieb

Die Beratung ist damit keine abstrakte Fachbesprechung, sondern eine praxisnahe Prozessbewertung mit dem Fokus auf weniger Nacharbeit, mehr Wiederholbarkeit und bessere Wirtschaftlichkeit.


Was in der Richttechnik Beratung konkret betrachtet wird

In einer Richttechnik Beratung wird nicht pauschal ein einzelnes Verfahren empfohlen. Stattdessen wird geprüft, wo der Verzug entsteht, wie er sich im Prozess auswirkt und welche Lösung im konkreten Fall am sinnvollsten ist.

Dabei können unter anderem folgende Punkte betrachtet werden:

Entstehung des Verzugs im Schweißprozess

Hier wird bewertet, an welchen Stellen Wärmeeinbringung, Nahtanordnung, Schweißreihenfolge, Heftkonzept oder Spannverhältnisse zu problematischen Verformungen führen. Gerade bei wiederkehrenden Bauteilen ist dieser Punkt entscheidend, weil kleine Ursachen im Serienablauf große Kosten auslösen können.

Bestehender Richtprozess

Viele Betriebe haben über Jahre einen Richtablauf aufgebaut, der funktioniert „irgendwie“, aber nicht unbedingt wirtschaftlich ist. In der Beratung wird geprüft, ob dieser Ablauf reproduzierbar, personell beherrschbar und technisch sinnvoll ist.

Verhältnis von Schweißen, Vorspannen und Richten

Nicht immer ist spätes Richten die beste Lösung. In manchen Fällen ist Vorspannen sinnvoller. In anderen Fällen muss die Schweißfolge angepasst werden. Und in wieder anderen Fällen ist ein gezielter Richtprozess der wirtschaftlichste Weg. Genau diese Abwägung ist ein Kernpunkt der Beratung.


Flammrichten Beratung – wirtschaftlich, aber in vielen Betrieben nicht mehr sicher beherrscht

Die Flammrichten Beratung ist heute besonders relevant, weil in vielen Betrieben praktisches Richtwissen verloren gegangen ist. Das Verfahren wird häufig nur noch theoretisch gelehrt, während in der betrieblichen Praxis Erfahrung, Systematik und reproduzierbare Anwendung fehlen. Genau dadurch bleiben die Ergebnisse oft hinter den Möglichkeiten zurück.

Das Problem ist nicht das Verfahren selbst. Das Problem ist meist, dass Wärmefiguren, Wärmeeinbringung, Reihenfolge und Zielwirkung nicht sauber beherrscht werden. Dann wird zu vorsichtig, zu unsystematisch oder schlicht an der falschen Stelle gerichtet. Die Folge sind wechselnde Ergebnisse, unnötige Zeitverluste und Skepsis gegenüber einem Verfahren, das eigentlich sehr wirtschaftlich sein kann.

Eine gute Flammrichten Beratung prüft deshalb nicht nur, ob das Verfahren grundsätzlich einsetzbar ist. Sie bewertet auch, ob das notwendige Know-how im Betrieb vorhanden ist, ob der Ablauf sicher angewendet werden kann und ob das Verfahren für die konkrete Bauteilfamilie im Alltag wirklich sinnvoll nutzbar ist.

Gerade bei Verzug in Schweißkonstruktionen kann Flammrichten eine sehr direkte und wirtschaftliche Lösung sein, wenn das Verfahren richtig eingesetzt wird. Genau deshalb lohnt sich eine nüchterne Bewertung statt einer pauschalen Ablehnung.


Induktionsrichten Beratung – sinnvoll, wenn der Prozess beherrschbar und wirtschaftlich sein soll

Auch die Induktionsrichten Beratung hat ihren festen Platz, wenn ein Betrieb Verzug besser beherrschen möchte. In manchen Anwendungen bietet Induktion Vorteile, weil Wärme kontrolliert und gezielt eingebracht werden kann. Das kann besonders dann interessant sein, wenn reproduzierbare Abläufe, definierte Erwärmung und eine gute Einbindung in den Prozess wichtig sind.

Allerdings ist auch hier entscheidend, nicht nur auf die Technik zu schauen, sondern auf die Wirtschaftlichkeit. Nicht jedes Bauteil rechtfertigt denselben Aufwand. Nicht jede Investition bringt automatisch einen besseren Richtprozess. Und nicht jeder Verzug in Schweißkonstruktionen verlangt nach demselben Verfahren.

In der Induktionsrichten Beratung geht es deshalb um Fragen wie:

  • Für welche Bauteile ist Induktionsrichten sinnvoll?
  • Wo ist der Einsatz wirtschaftlich, wo nicht?
  • Welche Vorteile ergeben sich im realen Fertigungsablauf?
  • Welche Alternativen sind einfacher oder günstiger?
  • Wie lässt sich der Richtprozess sicher und wiederholbar aufbauen?

Das Ziel ist nicht Technik um der Technik willen, sondern eine Lösung, die zum Betrieb passt und tatsächlich hilft, Schweißverzug zu reduzieren.


Wenn teure Richtpressen und Zusatzschritte aufgebaut werden, obwohl einfachere Lösungen möglich wären

In vielen Betrieben werden hohe Investitionen ausgelöst, weil der bestehende Richtprozess als unzureichend erlebt wird. Dann werden Richtpressen angeschafft, zusätzliche Arbeitsgänge geschaffen oder Bauteile mehrfach umgesetzt. Solche Maßnahmen können im Einzelfall richtig sein. Häufig entstehen sie aber auch deshalb, weil einfachere und wirtschaftlichere Richtstrategien nicht sauber bewertet wurden.

Genau hier liegt ein wesentlicher Nutzen dieser Beratung. Es wird geprüft, ob der heute gelebte Prozess wirklich der beste Weg ist oder ob Flammrichten oder Induktionsrichten in der Praxis einfacher, schneller und kostengünstiger wären. Oft ist nicht die technische Machbarkeit das Problem, sondern die fehlende systematische Beurteilung des vorhandenen Ablaufs.

Wer Nacharbeit durch Schweißverzug nachhaltig verringern will, sollte daher nicht nur fragen: „Welche Technik können wir noch dazukaufen?“ Sondern zuerst: „Ist unser heutiger Richtprozess überhaupt sinnvoll aufgebaut?“


Verzug in Schweißkonstruktionen richtig bewerten

Verzug in Schweißkonstruktionen ist selten nur eine Frage des Materials oder der Naht. Häufig wirkt eine Kombination aus Konstruktion, Bauteilgeometrie, Spannsituation, Schweißreihenfolge, Heftstrategie und Richtmethode zusammen. Genau deshalb ist eine pauschale Lösung in vielen Fällen unzureichend.

In der Beratung wird der Verzug nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit der realen Fertigung. Das ist für Produktionsleiter und technische Entscheider besonders wichtig, weil Maßnahmen nur dann tragfähig sind, wenn sie im Arbeitsalltag auch umsetzbar sind.

Ein Betrieb profitiert besonders dann, wenn am Ende nicht nur ein einzelnes Bauteil besser gerichtet werden kann, sondern wenn ein klarer und nachvollziehbarer Weg entsteht, wie ähnliche Bauteile künftig schneller und sicherer bearbeitet werden. So wird aus Einzelkorrektur ein verbesserter Prozess.


Nacharbeit durch Schweißverzug reduzieren – wirtschaftlicher Nutzen für den Betrieb

Die wirtschaftliche Wirkung einer guten Beratung zeigt sich oft an mehreren Stellen gleichzeitig. Wenn Nacharbeit durch Schweißverzug sinkt, entlastet das nicht nur die Richtarbeitsplätze. Es verbessert häufig die gesamte Fertigung.

Typische Effekte sind:

  • kürzere Durchlaufzeiten
  • weniger Anpassarbeiten
  • geringere Schleif- und Nachschweißzeiten
  • weniger Montageprobleme
  • geringere Ausschusskosten
  • bessere Planbarkeit im Fertigungsablauf
  • weniger Abhängigkeit von einzelnen besonders erfahrenen Mitarbeitern

So läuft eine Beratung typischerweise ab

Die Beratung wird auf den konkreten Betrieb und das tatsächliche Problembild ausgerichtet. Im Vordergrund steht immer eine individuelle Beurteilung, keine Standardschulung.

Ausgangssituation erfassen

Zu Beginn wird betrachtet, bei welchen Bauteilen oder Baugruppen Verzug auftritt, wie aktuell damit umgegangen wird und wo die größten Kosten oder Störungen entstehen.

Richtprozess und Schweißprozess bewerten

Dann wird geprüft, an welcher Stelle im Ablauf der größte Hebel liegt: im Schweißen, in der Reihenfolge, im Spannen, im Vorspannen oder im eigentlichen Richten.

Geeignete Richtstrategie ableiten

Darauf aufbauend wird bewertet, ob eher Flammrichten, Induktionsrichten, eine andere Richtmethode oder eine Änderung des vorgelagerten Schweißprozesses sinnvoll ist.

Konkrete Handlungsempfehlungen entwickeln

Am Ende steht keine allgemeine Theorie, sondern eine betriebsbezogene Empfehlung mit dem Ziel, Schweißverzug zu reduzieren, die Prozessstabilität zu erhöhen und unnötige Kosten zu vermeiden.


Für wen eine Richttechnik Beratung besonders interessant ist

Eine Richttechnik Beratung ist vor allem für folgende Rollen im Unternehmen interessant:

  • Geschäftsführer, die Nacharbeit und Kosten senken wollen
  • Produktionsleiter, die den Ablauf stabiler machen möchten
  • Fertigungsleiter, die Engpässe im Richt- und Anpassprozess reduzieren müssen
  • technische Leiter, die den wirtschaftlichsten Verfahrensweg suchen
  • Schweißaufsichtspersonen, die einen nachvollziehbaren Umgang mit Verzug im Betrieb etablieren wollen

KMU-Förderprogramm für Beratungen

Für kleine und mittlere Unternehmen kann diese Beratung unter bestimmten Voraussetzungen über das BAFA-Programm Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ bezuschusst werden. In deinen Unterlagen ist deine Listung mit der UBF Unternehmens-Nr. 227520 festgehalten. Gefördert werden individuelle Unternehmensberatungen zu wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Beratung eine Situationsanalyse, erkannte Schwachstellen und konkrete betriebsindividuelle Handlungsempfehlungen enthält. Seminare, Workshops und Gruppenveranstaltungen sind ausdrücklich nicht förderfähig.

Laut den vorliegenden Unterlagen werden Beratungskosten bis zu 3.500 Euro als förderfähige Beratungskosten berücksichtigt. Der Zuschuss beträgt abhängig vom Standort der beratenen Betriebsstätte 50 % oder 80 %. Außerdem sind grundsätzlich bis zu zwei Beratungen pro Jahr und insgesamt fünf Beratungen innerhalb der Richtlinienlaufzeit möglich.

Wichtiger Hinweis zur Förderung

Gefördert wird die individuelle Beratung des Unternehmens, nicht ein Seminar. Das passt sehr gut zu dieser Seite, weil die Suchintention hier klar auf eine konkrete Beratungsanfrage ausgerichtet ist.

Hinweis zur Prüfung im Einzelfall

Ob die Förderung im konkreten Fall möglich ist, sollte immer vorab anhand der aktuellen Voraussetzungen des antragstellenden Unternehmens geprüft werden.

Beratung zu Schweißverzug anfordern

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Häufige Fragen zur Beratung

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Ablauf der Beratung

Beides ist möglich. Welche Form sinnvoll ist, hängt vom Thema ab.

Ja. Genau das ist der Anspruch an eine praxistaugliche Beratung und Hilfestellung, mir ist Ihr Erfolg wichtig.

Nein. Häufig ist gerade das erste Ziel der Beratung, aus einem unscharfen Problem eine klare Fragestellung zu machen.

Ja. Das ist ein wichtiger Teil guter Beratung, weil nur ein sauber abgegrenztes Thema sinnvoll bearbeitet werden kann.

Weil ein Beratungsunternehmen im Programm registriert und freigeschaltet sein muss, damit es im Förderverfahren als Beratungsunternehmen benannt werden kann. BAFA weist zudem darauf hin, dass Kundenanträge abgelehnt werden müssen, wenn das Profil nicht freigeschaltet ist.

Das Ziel ist nicht nur Analyse, sondern eine für den Betrieb brauchbare Lösung mit klaren Handlungsempfehlungen.

Im ersten Gespräch geht es darum, das Problem, den betrieblichen Hintergrund, die Zielsetzung und den passenden Beratungsrahmen zu verstehen.

Hilfreich sind Angaben zu Bauteilen, Verfahren, typischen Problemen, Zielen, bisherigen Lösungsversuchen und den betrieblichen Rahmenbedingungen.

Der Nutzen entsteht dann, wenn die Empfehlungen verständlich, realistisch und auf die betriebliche Praxis abgestimmt sind.

In der Regel beginnt sie mit einer Klärung der Ausgangslage und einer möglichen Bezuschussung. Danach werden Ziel, Problemstellung und Rahmen eingegrenzt. Anschließend werden die relevanten Punkte im Betrieb analysiert und in konkrete Handlungsempfehlungen übersetzt.

Indem das Problem in Ziel, Umfang, relevante Ursachen, erwartetes Ergebnis und umsetzbare Schritte übersetzt wird.

Antragstellung & BAFA-Portal

Ja. BAFA weist ausdrücklich darauf hin, dass bereits der Abschluss eines Vertrags über die zu erbringende Beratung als Beginn der Beratung gilt.

Für das BAFA-Programm ist entscheidend, dass der Antrag online über die Antragsplattform gestellt wird. Auf Basis meiner Tests im Portal kann die Dateneingabe offenbar auch manuell erfolgen. Es besteht auch die Möglichkeit mit ELSTER Zertifikat zu arbeiten.

Nein, bei der Antragstellung selbst sind laut BAFA zunächst keine weiteren Unterlagen erforderlich. Die Nachweise werden später im Verwendungsnachweisverfahren relevant.

Ja. Der Antrag muss vor Beginn der Beratung online gestellt werden. Eine rückwirkende Antragstellung ist ausgeschlossen. Erst nach dem Informationsschreiben darf die Beratung beginnen.

Erst nach Erhalt des unverbindlichen Informationsschreibens. Vorher darf die Beratung nicht starten.

Im Portal bedeutet das, dass sich der Antragsteller digital identifiziert. Je nach Zugang werden Daten digital übernommen oder manuell erfasst.

Das Informationsschreiben ist die Mitteilung nach der Vorprüfung durch Leitstelle und BAFA. Es informiert über das Ergebnis der Prüfung, die Bedingungen für eine Förderung und die Frist für den Verwendungsnachweis. Erst danach darf begonnen werden.

Dann müssen die Daten manuell eingegeben werden.

Laut BAFA werden zunächst im Wesentlichen die Firmendaten eingegeben. Weitere Unterlagen sind bei der Antragstellung zunächst nicht erforderlich.

Den Antrag stellt das antragstellende Unternehmen selbst über die BAFA-Antragsplattform.

Das Unternehmen gibt im ersten Schritt seine Firmendaten online ein und sendet den Antrag ab. Danach prüfen die gewählte Leitstelle und das BAFA die formalen Fördervoraussetzungen sowie die Beratereigenschaft des benannten Beratungsunternehmens.

Der Antrag wird online über das BAFA-Portal gestellt. Auf der BAFA-Seite zum Programm ist dafür das „Online-Portal zur Antragstellung“ hinterlegt. BAFA – Formular Portal- UBF3

Flammrichten

Unsere Seminare richten sich an Fachkräfte aus Metallbau, Schlosserei, Schweißtechnik, Instandhaltung und Anlagenbau. Auch Ausbilder, Meister und Planer profitieren vom praxisnahen Aufbau. Es sind keine besonderen Vorkenntnisse im Richten erforderlich – nur handwerkliches Grundverständnis und Interesse.

Seminarteilnehmer beim Flammrichtkurs in einer Werkstattumgebung
Eine Szene mit Teilnehmern beim Seminar

Nein. Richttechnik ist überall relevant, wo sich Schweißverzug auf Maßhaltigkeit, Funktion oder Montage auswirkt, also auch im Maschinenbau, Behälterbau oder Vorrichtungsbau.

Ja. Auf Wunsch kann das Seminar direkt im Unternehmen durchgeführt und an Ihre Bauteile und Anforderungen angepasst werden.

Ja. Beide Verfahren können Teil einer betriebsbezogenen Beratung sein, wenn es um konkrete Verzugsthemen und wirtschaftlich sinnvolle Richtstrategien geht.

Flammrichten ist wirtschaftlicher, da es der Schweißer direkt am Arbeitsplatz richten kann. Damit entfällt das zwischenlagern und ein weiterer Arbeitsgang.
Flammrichten ist besonders dann im Vorteil, wenn das Bauteil nur durch gezielte Schrumpfkräfte korrigiert werden kann – etwa bei Schweißverzug, Beulen oder schwer zugänglichen Stellen. Es ist materialschonender als mechanisches Richten, da keine hohen äußeren Kräfte aufgebracht werden müssen. Vor allem bei dicken oder verwinkelten Werkstücken bringt das thermische Verfahren oft bessere Ergebnisse.

Deutlich sichtbarer Schweißverzug im Dünnblech – typisches Beispiel für thermisch verursachte Verformungen
Das Bild zeigt einen typischen Schweißverzug bei einem dünnwandigen Bauteil. Gerade im Dünnblechbereich führt die Wärmeeinbringung oft zu welligen oder verzogenen Oberflächen – ein zentrales Thema im Seminar Flammrichten und Induktionsrichten.
Richten von Dünnblech
Richten von Dünnblech

Der Theorieblock vermittelt die Grundlagen des thermischen Richtens – Werkstoffverhalten, Temperaturführung, Sicherheitsaspekte und Anwendungsbeispiele. Der Schwerpunkt liegt aber auf der Praxis: Rund 70 % des Seminars bestehen aus aktivem Richten an echten Bauteilen. So lernen die Teilnehmer direkt am Werkstück. T-Profile, Träger, Kopfplatten, Fußplatten, Rohrkonstruktionen oder Plattenfeldern usw.

Ottmar Obenhin richtet eine Fußplatte mit dem Flammenbrenner im Seminar – praxisnah und live
Im Rahmen eines Praxis-Seminars demonstriert Ottmar Obenhin das fachgerechte Flammrichten einer verzogenen Fußplatte. Die Teilnehmenden sehen dabei genau, wie die Wärmefigur aufgebracht wird – ein anschaulicher Live-Einblick in die thermische Richttechnik.

Flammrichten ist ein thermisches Verfahren, bei dem Metallbauteile durch gezielte Wärmezufuhr mit einer Acetylen-Sauerstoff-Flamme dauerhaft verformt werden. Beim Erwärmen dehnt sich das Material aus, beim Abkühlen entstehen Schrumpfkräfte, die das Bauteil in die gewünschte Form ziehen. Diese plastische Verformung bleibt bestehen und macht das Verfahren besonders effizient für das Richten von Krümmungen, Beulen oder Schweißverzug.

Komplexe Rohrkonstruktion mit mehreren Wärmefiguren zur gezielten Verzugskorrektur durch Flammrichten oder Induktionsrichten
Bei dieser komplexen Rohrkonstruktion wurden Wärmekeile gezielt angesetzt, um Torsion und Längsverzug zu korrigieren. Je nach Zugang und Werkstoff kommen sowohl das klassische Flammrichten als auch moderne Induktionsverfahren zum Einsatz – mit präziser Schrumpfwirkung und minimalem Aufwand.

Werkstoff und Materialdicke bestimmen maßgeblich die Einstellungen beim Flammrichten. Zunächst richtet sich die Wahl der Brennergröße nach der Dicke des Materials: Dickere Werkstücke brauchen mehr Wärmezufuhr und entsprechend größere Brenner, dünnere Bleche arbeitet man mit kleineren Brennerdüsen präziser fimano-awt.de. Hinzu kommt der Werkstoff selbst: Die Flammeneinstellung wird an das Material angepasst fimano-awt.de. Unlegierter Baustahl verträgt z. B. einen Sauerstoffüberschuss (Spitzflamme) – damit geht das Richten schneller fimano-awt.de. Aluminium hingegen wird mit Acetylenüberschuss (Weichflamme) gerichtet, um Überhitzung und Oxidation zu vermeiden fimano-awt.de. Edelstahl erfordert eine neutrale bis leicht oxidierende Flamme, damit die Oberfläche nicht beschädigt wird fimano-awt.de.

In der Praxis bedeutet das: Wärmezufuhr immer kontrolliert und zügig durchführen, aber nie so stark, dass das Material schmilzt fimano-awt.de. Im Zweifel startet man mit einer kleineren Flamme/Brenner und steigert die Leistung, sobald man das Verhalten des Werkstoffs sicher einschätzen kann fimano-awt.de. So behält man die Kontrolle und erzielt ein sauberes Richt-Ergebnis ohne Materialschäden.

Beim Flammrichten muss die Flammenart immer zum Werkstoff passen fimano-awt.de. Man unterscheidet drei grundlegende Einstellungen:

  • Normalflamme (neutrale Flamme): Ausgewogenes Acetylen-Sauerstoff-Gemisch, die Standardlösung für vielseitigen Einsatz. Diese Flamme ist universell einsetzbar und für die meisten Werkstoffe geeignet fimano-awt.de.
  • Spitzflamme (sauerstoffüberschüssige Flamme): Erhöhter Sauerstoffanteil ergibt eine heißere, „harte“ Flamme. Sie beschleunigt den Richtvorgang und ist ideal für unlegierte Baustähle geeignet fimano-awt.de. Leichten Oberflächenzunder nimmt man dabei in Kauf.
  • Weichflamme (acetylenüberschüssige Flamme): Erhöhter Acetylenanteil ergibt eine „weiche“ Flamme. Diese wird vor allem für Aluminium verwendet, da sie keinen Sauerstoffüberschuss hat, die Richtstelle gut sichtbar macht und Oxidation verringert fimano-awt.de.

Für Edelstahl (Chrom-Nickel-Stahl) empfiehlt sich eine neutrale bis leicht sauerstoffüberschüssige Flamme, um die empfindliche Oberfläche zu schonen fimano-awt.de. Grundsätzlich gilt: Eine falsch eingestellte Flamme kann den Werkstoff schädigen – daher immer die Flamme passend zum Material wählen fimano-awt.de.

Die Temperatur an der Richtstelle hängt vom Werkstoff ab. Bei Baustahl liegt die Flammrichttemperatur meist zwischen 600 °C und 800 °C. Aluminium wird deutlich niedriger erhitzt, oft nur bis ca. 400 °C. Entscheidend ist, dass die maximale Temperatur des Werkstoffs nicht überschritten wird, um Materialschäden wie Schmorstellen oder Gefügeveränderungen zu vermeiden.

Streckgrenze (Rc), Bruchfestigkeit (Rm)und Bruchdehnung von Stahl bei verschiedenen Temperaturen beim Flammrichten oder Induktionsrichten
Streckgrenze (Rc), Bruchfestigkeit (Rm)und Bruchdehnung von Stahl bei verschiedenen Temperaturen

Dazu gehören Ursachenanalyse, Richtstrategie, Schweißfolge, Vorspannen, Flammrichten, Induktionsrichten und die sinnvolle Kombination aus Vorspannung, Vorbiegung und Korrektur.

Das Seminar beginnt gegen 08:00 Uhr mit einem kompakten Theorieteil. Danach folgen mehrere Praxisblöcke, in denen verschiedene Richtmethoden am Werkstück gezeigt und ausprobiert werden – mit Flamme, Induktion und Kombinationen. Pausen, Mittagessen und Fragen aus dem Arbeitsalltag sind fest eingeplant. Gegen 17:00 Uhr endet das Seminar.

Ein Seminar vermittelt Wissen allgemein. Eine betriebliche Beratung setzt direkt an den eigenen Bauteilen, Abläufen und Problemen des Unternehmens an.

Die Brennergröße richtet sich in erster Linie nach der Materialdicke an der zu richtenden Stelle fimano-awt.de. Dünnere Bleche benötigen einen kleineren Brenner, während dickere Bauteile mit einer größeren Brennerdüse zügig erhitzt werden können fimano-awt.de. Auch die Werkstoffeigenschaften spielen eine Rolle fimano-awt.de: Materialien mit hoher Wärmeleitfähigkeit (z. B. Aluminium) erfordern oft einen kräftigeren Brenner, damit die Wärme schnell und ohne unnötige Verluste eingebracht wird fimano-awt.de. In der Praxis hat es sich bewährt, zunächst mit einem kleineren Brennereinsatz zu beginnen und dann – sobald man das Materialverhalten einschätzen kann – auf eine größere Düse umzusteigen fimano-awt.de. So wird das Bauteil zügig gerichtet, ohne die zulässigen Temperaturgrenzen zu überschreiten fimano-awt.de. Wichtig: Die Oberfläche darf dabei niemals angeschmolzen werden – das gilt als schwerer Fehler! fimano-awt.de Bei sehr dicken oder empfindlichen Werkstücken können spezielle Mehrflammen-Brenner helfen, die Wärme gleichmäßig zu verteilen und Überhitzung zu vermeiden fimano-awt.de.

Förderung

Spätestens sechs Monate nach Erhalt des Informationsschreibens müssen die Unterlagen vollständig im elektronischen Verfahren vorgelegt werden.

Besonders interessant ist die Förderung für kleinere und mittlere Betriebe, die konkrete betriebliche Probleme strukturiert angehen wollen, aber den Aufwand einer externen Beratung wirtschaftlich absichern möchten. Für deine Zielgruppen sind das vor allem metallverarbeitende Unternehmen, die Prozesse verbessern, Nacharbeit reduzieren oder neue Verfahren sauber einführen möchten.

Das Programm richtet sich an KMU der gewerblichen Wirtschaft und an Freie Berufe mit Sitz und Geschäftsbetrieb oder einer Zweigniederlassung in Deutschland, sofern die KMU-Kriterien erfüllt sind.

Ja. Unternehmen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht länger als ein Jahr am Markt tätig sind, müssen ein Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner führen. Dieses Gespräch darf frühestens drei Monate vor Antragstellung und spätestens vor Einreichung des Verwendungsnachweises stattfinden.

Ja. Auf der BAFA-Seite wird die Förderrichtlinie in der geänderten Fassung vom 12. Dezember 2024 geführt; für das Programm wird außerdem ausdrücklich genannt, dass die Geltungsdauer bis zum 31. Dezember 2026 läuft.

Ja. BAFA weist ausdrücklich darauf hin, dass bereits der Abschluss eines Vertrags über die zu erbringende Beratung als Beginn der Beratung gilt.

Nein. Die Listung bestätigt die grundsätzliche Registrierung und Freischaltung des Beratungsunternehmens. Ob eine konkrete Beratungsleistung förderfähig ist, hängt zusätzlich vom Inhalt und von der Ausgestaltung der einzelnen Beratung ab.

Nein. Vor der Beratung gibt es nur eine formale Vorprüfung und das unverbindliche Informationsschreiben. Die mögliche Bewilligung und Auszahlung erfolgen erst nach abschließender Prüfung der Antrags- und Verwendungsnachweisunterlagen.

Ja, das kann grundsätzlich möglich sein, wenn es um eine individuelle betriebliche Beratung zur Einführung, Wirtschaftlichkeit, Prozessintegration oder Organisationsfrage geht. Nicht förderfähig wären dagegen allgemeine Seminare oder offene Schulungen zum Verfahren.

Ja, grundsätzlich kann das der Fall sein, wenn die Beratung betriebsindividuell durchgeführt wird und inhaltlich als Unternehmensberatung im Sinne der Richtlinie einzuordnen ist. Entscheidend ist nicht das Schlagwort Schweißtechnik, sondern ob die Beratung konkrete betriebliche Schwachstellen analysiert und umsetzbare Handlungsempfehlungen liefert.

Ja, grundsätzlich ist das möglich, wenn die Beratung nicht als Schulung oder Versuchsdokumentation aufgesetzt ist, sondern als betriebsbezogene Einzelberatung mit organisatorischem, wirtschaftlichem oder prozessbezogenem Nutzen. Die konkrete Einordnung erfolgt im jeweiligen Verfahren.

Für das BAFA-Programm ist entscheidend, dass der Antrag online über die Antragsplattform gestellt wird. Auf Basis meiner Tests im Portal kann die Dateneingabe offenbar auch manuell erfolgen. Es besteht auch die Möglichkeit mit ELSTER Zertifikat zu arbeiten.

Ja, grundsätzlich können auch metallverarbeitende Handwerksbetriebe antragsberechtigt sein, sofern sie die KMU-Kriterien erfüllen und die geplante Beratung inhaltlich in das Programm passt.

Das kann grundsätzlich möglich sein, wenn diese Themen als betriebsindividuelle Beratungsinhalte im Zusammenhang mit Unternehmensführung, Prozessorganisation oder Einführung neuer Verfahren behandelt werden. Reine Unterweisungen oder Seminarformate sind nicht förderfähig

Ja. Beratung ist ein eigenständiges Angebot und nicht an eine Förderung gebunden. Förderung kann eine Option sein, ist aber nicht Voraussetzung für Zusammenarbeit.

Ja. Das Unternehmen muss seinen Sitz und Geschäftsbetrieb oder eine Zweigniederlassung in Deutschland haben.

Nein, bei der Antragstellung selbst sind laut BAFA zunächst keine weiteren Unterlagen erforderlich. Die Nachweise werden später im Verwendungsnachweisverfahren relevant.

Ja. Der Antrag muss vor Beginn der Beratung online gestellt werden. Eine rückwirkende Antragstellung ist ausgeschlossen. Erst nach dem Informationsschreiben darf die Beratung beginnen.

Nein. Zusätzlich zur Beschäftigtenzahl müssen auch die wirtschaftlichen Schwellenwerte eingehalten werden. Es reicht also nicht, nur unter 250 Mitarbeitende zu haben

Nein, nicht automatisch. BAFA nennt KMU der gewerblichen Wirtschaft und Freie Berufe, aber die konkrete Förderfähigkeit hängt auch von der Tätigkeit und vom Beratungsinhalt ab.

Nein. BAFA nennt ausdrücklich, dass Seminare und Workshops im Programm nicht gefördert werden.

Ja. Auf Basis des hier im Chat gezeigten Screenshots ist dein Beraterprofil mit der Unternehmensnummer 227520 im BAFA-Portal auf „GELISTET“ gesetzt. Die Bedeutung dieses Status beschreibt BAFA selbst eindeutig.

Erst nach Erhalt des unverbindlichen Informationsschreibens. Vorher darf die Beratung nicht starten.

Die endgültige Bewilligung erfolgt nach abschließender Prüfung der Antrags- und Verwendungsnachweisunterlagen durch das BAFA.

Die endgültige Entscheidung fällt erst nach der Beratung und nach Prüfung des vollständigen Verwendungsnachweises durch BAFA.

Die Auszahlung erfolgt nach positiver Abschlussprüfung durch BAFA. Voraussetzung ist, dass alle Unterlagen vollständig und fristgerecht vorliegen und die Voraussetzungen der Richtlinie erfüllt sind.

Weil nicht jede Leistung automatisch unter die Richtlinie fällt. Förderfähig sind nur Beratungen, die inhaltlich und formal zum Programm passen; Seminare und Workshops sind zum Beispiel ausdrücklich ausgeschlossen.

BAFA unterscheidet zwischen Anträgen bis 19.08.2024 und Anträgen ab 20.08.2024. Maßgeblich ist also das Datum des ursprünglichen Förderantrags.

Weil im Förderverfahren nicht nur das Beratungsunternehmen, sondern auch Antrag, Unternehmen, Beratungsinhalt, Verwendungsnachweis und alle formalen Voraussetzungen geprüft werden. Erst daraus ergibt sich, ob eine Beratung tatsächlich bezuschusst wird

Weil ein Beratungsunternehmen im Programm registriert und freigeschaltet sein muss, damit es im Förderverfahren als Beratungsunternehmen benannt werden kann. BAFA weist zudem darauf hin, dass Kundenanträge abgelehnt werden müssen, wenn das Profil nicht freigeschaltet ist.

BAFA schreibt, dass bei Status „GELISTET“ das Profil freigeschaltet ist. Bei „NICHT GELISTET“ ist noch keine Freischaltung erfolgt.

Im Portal bedeutet das, dass sich der Antragsteller digital identifiziert. Je nach Zugang werden Daten digital übernommen oder manuell erfasst.

KMU bedeutet kleine und mittlere Unternehmen nach der EU-Definition. Für das BAFA-Programm ist diese Einstufung eine Grundvoraussetzung für die Antragsberechtigung.

Die Förderung senkt die Kosten einer externen Beratung und erleichtert es Unternehmen, qualifizierten Rat für betriebliche Fragen in Anspruch zu nehmen. Ziel des Programms ist es, Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit von KMU zu stärken.

Neu gegründete Unternehmen, die noch keinen Jahresabschluss erstellt haben, können die erforderlichen Angaben nach Treu und Glauben schätzen.

Das Informationsschreiben ist die Mitteilung nach der Vorprüfung durch Leitstelle und BAFA. Es informiert über das Ergebnis der Prüfung, die Bedingungen für eine Förderung und die Frist für den Verwendungsnachweis. Erst danach darf begonnen werden.

Die BAFA-Listung betrifft das Beratungsunternehmen. Die tatsächliche Förderfähigkeit betrifft zusätzlich das konkrete Unternehmen, das konkrete Beratungsthema und den vollständigen Ablauf nach Richtlinie.

Der Upload-Bereich ist der Bereich im BAFA-Verfahren, über den das unterschriebene Verwendungsnachweisformular und weitere Unterlagen hochgeladen werden. Auch Nachreichungen, zum Beispiel nach einer Anhörung, laufen darüber.

Der Verwendungsnachweis ist der formale Nachweis nach Abschluss der Beratung. Damit belegt das Unternehmen, dass die Beratung durchgeführt, bezahlt und entsprechend den Fördervorgaben dokumentiert wurde.

Die BAFA-Förderung für Unternehmensberatung ist ein Zuschussprogramm für kleine und mittlere Unternehmen sowie Angehörige der freien Berufe. Gefördert werden betriebsindividuelle Beratungen zu wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.

Dann müssen die Daten manuell eingegeben werden.

Laut BAFA werden zunächst im Wesentlichen die Firmendaten eingegeben. Weitere Unterlagen sind bei der Antragstellung zunächst nicht erforderlich.

Förderfähig sind individuell und konzeptionell durchgeführte Einzelberatungen zu wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung. Die Beratung darf höchstens fünf Tage dauern.

Ein Unternehmen gilt hier als KMU, wenn es weniger als 250 Personen beschäftigt und entweder höchstens 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder höchstens 43 Millionen Euro Jahresbilanzsumme hat.

Nicht gefördert werden unter anderem Beratungen, die mit anderen öffentlichen Zuschüssen finanziert werden, Vermittlungstätigkeiten, Beratungen zum Verkauf eigener Waren oder Dienstleistungen des Beratungsunternehmens sowie Beratungen mit überwiegendem Rechts-, Versicherungs-, Steuer- oder Fördermittelbezug.

BAFA nennt unter anderem das unterschriebene Verwendungsnachweisformular, den unterschriebenen Beratungsbericht, die Rechnung, den Zahlungsnachweis.

Antragsberechtigt sind rechtlich selbständige kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler im Sinne des Programms. Ob ein Unternehmen im Einzelfall antragsberechtigt ist, hängt zusätzlich von der KMU-Einstufung und den Programmkriterien ab.

Förderfähig sind kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Angehörige der freien Berufe mit Sitz oder Geschäftsbetrieb in Deutschland, sofern die KMU-Kriterien erfüllt sind.

Förderfähig sind KMU der gewerblichen Wirtschaft sowie Angehörige der freien Berufe, wenn sie die KMU-Definition erfüllen und ihren Sitz und Geschäftsbetrieb oder eine Zweigniederlassung in Deutschland haben.

Die Vorprüfung erfolgt durch Leitstelle und BAFA, die abschließende Entscheidung über Bewilligung und Auszahlung trifft BAFA nach Prüfung der Antrags- und Verwendungsnachweisunterlagen.

Den Antrag stellt das antragstellende Unternehmen selbst über die BAFA-Antragsplattform.

Der Zuschuss richtet sich nach dem Standort der Betriebsstätte. Laut BAFA gelten 80 Prozent Zuschuss in den neuen Bundesländern ohne Berlin sowie in den Regionen Lüneburg und Trier, maximal 2.800 Euro. In den alten Bundesländern, in Berlin und in der Region Leipzig gelten 50 Prozent, maximal 1.750 Euro.

Das Unternehmen gibt im ersten Schritt seine Firmendaten online ein und sendet den Antrag ab. Danach prüfen die gewählte Leitstelle und das BAFA die formalen Fördervoraussetzungen sowie die Beratereigenschaft des benannten Beratungsunternehmens.

Innerhalb der Geltungsdauer der aktuellen Förderrichtlinie bis zum 31. Dezember 2026 kann jedes förderberechtigte Unternehmen maximal fünf in sich abgeschlossene Beratungen gefördert bekommen, jedoch höchstens zwei pro Jahr. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Antragstellung.

Maßgeblich sind Beschäftigtenzahl sowie Umsatz oder Bilanzsumme, gegebenenfalls zusammen mit Partner- oder verbundenen Unternehmen. Für die Website ist eine einfache Vorprüfung sinnvoll; die formale Einordnung erfolgt auf Basis der BAFA-Unterlagen und Erklärungen.

Gefördert wird das antragstellende Unternehmen, nicht das Beratungsunternehmen. Der Zuschuss reduziert die Beratungskosten des Unternehmens.

Der Antrag wird online über das BAFA-Portal gestellt. Auf der BAFA-Seite zum Programm ist dafür das „Online-Portal zur Antragstellung“ hinterlegt. BAFA – Formular Portal- UBF3

Diese Angaben werden zur Anmeldung im Verwendungsnachweisportal benötigt. Die Vorgangsnummer steht auf dem Schreiben, mit dem BAFA den Beginn der Beratung erlaubt; eingegeben werden die sieben Zahlen ohne „UBF“

Ja. Für die KMU-Einstufung ist neben der Mitarbeiterzahl entweder der Jahresumsatz oder die Jahresbilanzsumme relevant.

Ja. Laut BAFA dürfen die KMU-Grenzen zusammen mit Partnerunternehmen oder verbundenen Unternehmen nicht überschritten werden.

Induktionsrichten

Unsere Seminare richten sich an Fachkräfte aus Metallbau, Schlosserei, Schweißtechnik, Instandhaltung und Anlagenbau. Auch Ausbilder, Meister und Planer profitieren vom praxisnahen Aufbau. Es sind keine besonderen Vorkenntnisse im Richten erforderlich – nur handwerkliches Grundverständnis und Interesse.

Seminarteilnehmer beim Flammrichtkurs in einer Werkstattumgebung
Eine Szene mit Teilnehmern beim Seminar

Ja, durch die genaue Temperatursteuerung lässt sich beim Induktionsrichten vermeiden, dass Zinkschichten beschädigt oder verdampft werden. Voraussetzung ist, dass die Temperatur unterhalb von 600 °C bleibt. So kann verzinktes Material gerichtet werden, ohne den Korrosionsschutz zu beeinträchtigen – ein klarer Vorteil gegenüber mechanischem Richten oder unsachgemäßer Flammenbehandlung.

Gerichtetes Bauteil nach thermischem Richten ohne sichtbare Überhitzungsspuren
Das Werkstück zeigt keine Anlauffarben oder Schmorstellen – Beispiel für korrektes Flammrichten verzinktes Bauteil

Nein. Richttechnik ist überall relevant, wo sich Schweißverzug auf Maßhaltigkeit, Funktion oder Montage auswirkt, also auch im Maschinenbau, Behälterbau oder Vorrichtungsbau.

Ja. Auf Wunsch kann das Seminar direkt im Unternehmen durchgeführt und an Ihre Bauteile und Anforderungen angepasst werden.

Ja. Beide Verfahren können Teil einer betriebsbezogenen Beratung sein, wenn es um konkrete Verzugsthemen und wirtschaftlich sinnvolle Richtstrategien geht.

Dann, wenn neue Verfahren eingeführt werden, Unsicherheit bei Schutzmaßnahmen besteht oder betriebliche Sicherheitsfragen zwar bekannt, aber noch nicht praxistauglich gelöst sind.

Der Theorieblock vermittelt die Grundlagen des thermischen Richtens – Werkstoffverhalten, Temperaturführung, Sicherheitsaspekte und Anwendungsbeispiele. Der Schwerpunkt liegt aber auf der Praxis: Rund 70 % des Seminars bestehen aus aktivem Richten an echten Bauteilen. So lernen die Teilnehmer direkt am Werkstück. T-Profile, Träger, Kopfplatten, Fußplatten, Rohrkonstruktionen oder Plattenfeldern usw.

Ottmar Obenhin richtet eine Fußplatte mit dem Flammenbrenner im Seminar – praxisnah und live
Im Rahmen eines Praxis-Seminars demonstriert Ottmar Obenhin das fachgerechte Flammrichten einer verzogenen Fußplatte. Die Teilnehmenden sehen dabei genau, wie die Wärmefigur aufgebracht wird – ein anschaulicher Live-Einblick in die thermische Richttechnik.

Induktionsrichten ist ein thermisches Verfahren, bei dem Werkstücke durch elektromagnetische Induktion gezielt erwärmt und beim Abkühlen verformt werden. Im Unterschied zum Flammrichten erfolgt die Wärmezufuhr kontaktlos und kontrollierter – ideal für empfindliche oder präzise Bauteile. Besonders vorteilhaft ist das Verfahren bei gleichmäßiger Erwärmung großer Materialdicken oder bei begrenztem Platz.

Schemazeichnung einer Tiefeninduktionseinwirkung – gezielte, materialschönende Erwärmung zur plastischen Verformung bei thermischem Richten
Die technische Darstellung zeigt, wie Tiefeninduktion gezielt Wärme in das Werkstück einbringt – kontrolliert, materialschönend und ohne Anlauffarben. Ideal für empfindliche Materialien wie Chrom-Nickel-Stahl oder hochpräzise Anwendungen im Apparatebau.

Dazu gehören Ursachenanalyse, Richtstrategie, Schweißfolge, Vorspannen, Flammrichten, Induktionsrichten und die sinnvolle Kombination aus Vorspannung, Vorbiegung und Korrektur.

Induktionsrichten ist präzise, sauber und gut kontrollierbar. Die Wärme dringt gezielt in die Tiefe ein, ohne die Oberfläche unnötig zu belasten. Es entstehen weniger Verfärbungen oder Zunderschichten als beim Flammrichten. Zudem lässt sich die Energiezufuhr sehr fein dosieren – ideal für wiederholgenaue Prozesse oder empfindliche Geometrien.

Grundsätzlich lassen sich alle elektrisch leitfähigen Metalle durch Induktionswärme richten – darunter Baustahl, Edelstahl, Aluminium und Kupfer. Besonders geeignet ist das Verfahren für dickere Bauteile und für Materialien mit geringer Wärmeleitfähigkeit wie Chromnickelstahl. Wichtig ist die richtige Einstellung der Induktionsleistung und Abkühlzeit, um den Werkstoff nicht zu überlasten.

Das Seminar beginnt gegen 08:00 Uhr mit einem kompakten Theorieteil. Danach folgen mehrere Praxisblöcke, in denen verschiedene Richtmethoden am Werkstück gezeigt und ausprobiert werden – mit Flamme, Induktion und Kombinationen. Pausen, Mittagessen und Fragen aus dem Arbeitsalltag sind fest eingeplant. Gegen 17:00 Uhr endet das Seminar.

Ein Seminar vermittelt Wissen allgemein. Eine betriebliche Beratung setzt direkt an den eigenen Bauteilen, Abläufen und Problemen des Unternehmens an.