In vielen Unternehmen wird Richttechnik nur dann eingesetzt, wenn ein Bauteil bereits außerhalb der Toleranz liegt und schnell eine Lösung gefunden werden muss.
Dann wird ausprobiert, aufgespannt, gepresst oder nachgearbeitet. Die Ergebnisse hängen stark von einzelnen erfahrenen Mitarbeitern ab und sind nur schwer wiederholbar.
Fimano unterstützt Unternehmen dabei, Richttechnik nicht nur zu erklären, sondern als festen, beherrschbaren Prozess in die Fertigung zu integrieren.

Typische Situation im Unternehmen
Diese Dienstleistung ist sinnvoll, wenn:
- verzogene Bauteile regelmäßig Nacharbeit verursachen,
- nur einzelne Mitarbeiter sicher richten können,
- Richtwissen nicht dokumentiert ist,
- Ergebnisse stark schwanken,
- neue Mitarbeiter keine systematische Einarbeitung erhalten,
- Richtarbeiten immer unter Zeitdruck stattfinden,
- keine einheitlichen Mess- und Kontrollpunkte vorhanden sind,
- oder Richttechnik bisher nur als Notlösung betrachtet wird.
Das eigentliche Problem ist häufig nicht, dass niemand richten kann.
Das Problem ist, dass kein reproduzierbarer betrieblicher Richtprozess vorhanden ist.
Die Dienstleistung von Fimano
Fimano verbindet ein praxisnahes Inhouse-Seminar mit der Einführung eines auf Ihre Bauteile abgestimmten Richtprozesses.
Die Mitarbeiter lernen nicht nur allgemeine Grundlagen, sondern arbeiten direkt an den typischen Aufgaben aus Ihrem Unternehmen.
Je nach Ausgangssituation umfasst die Dienstleistung:
- Analyse typischer Verformungen
- Auswahl geeigneter Bauteile für die Schulung
- Grundlagen zu Verzug, Schrumpfung und Eigenspannungen
- praktische Anwendung von Flammrichten oder Induktionsrichten
- Entwicklung geeigneter Richtstrategien
- Festlegung von Mess- und Kontrollpunkten
- Aufbau wiederholbarer Arbeitsabläufe
- Qualifizierung mehrerer Mitarbeiter
- Dokumentation der erarbeiteten Richtprozesse
- Integration der Richttechnik in den bestehenden Fertigungsablauf
Ziel ist nicht nur ein gutes Seminar.
Ziel ist, dass Ihr Unternehmen Richtaufgaben künftig selbstständig, sicher und wirtschaftlich bearbeiten kann.
So gehen wir vor
1. Erstgespräch und Klärung der Aufgabe
Im ersten Gespräch klären wir:
- welche Bauteile regelmäßig verzogen sind,
- welche Werkstoffe und Abmessungen vorkommen,
- welche Toleranzen erreicht werden müssen,
- wie bisher gerichtet wird,
- welche Mitarbeiter beteiligt sind,
- und welches Ergebnis das Unternehmen erreichen möchte.
2. Aufnahme der vorhandenen Situation
Anschließend werden typische Bauteile, Fertigungsabläufe und vorhandene Richtmöglichkeiten betrachtet.
Bilder, Zeichnungen und weitere Informationen können nach dem Telefonat unkompliziert per E-Mail oder WhatsApp ausgetauscht werden.
Bei komplexeren Aufgaben kann eine Vor-Ort-Aufnahme sinnvoll sein.
3. Verbindliches Angebot
Sobald die Aufgabe ausreichend verstanden ist, erhalten Sie ein konkretes und verbindliches Angebot.
Darin werden festgelegt:
- Ziel der Maßnahme
- Seminar- und Praxisteile
- Teilnehmerzahl
- benötigte Bauteile und Arbeitsmittel
- Dauer
- Dokumentationsumfang
- Voraussetzungen vor Ort
- Kosten
4. Vorbereitung des Inhouse-Seminars
Vor dem Termin werden geeignete Bauteile und typische Richtaufgaben ausgewählt.
Dadurch wird verhindert, dass nur an beliebigen Übungsstücken gearbeitet wird, die mit Ihrer Fertigung wenig zu tun haben.
5. Grundlagen und gemeinsames Verständnis
Die Mitarbeiter lernen die technischen Zusammenhänge hinter dem Richtprozess:
- warum Verzug entsteht,
- wie Wärme und Schrumpfung wirken,
- welche Richtfigur welche Wirkung erzeugt,
- wie Werkstoff und Bauteilgeometrie reagieren,
- wo typische Fehler liegen,
- und weshalb kontrolliertes Messen unverzichtbar ist.
6. Praktische Arbeit an eigenen Bauteilen
Der Schwerpunkt liegt auf der praktischen Umsetzung.
Gemeinsam werden:
- Verformungen gemessen,
- Ursachen bewertet,
- Richtstrategien festgelegt,
- Wärmeeinbringung geplant,
- Richtschritte durchgeführt,
- Zwischenergebnisse kontrolliert,
- und die Vorgehensweise angepasst.
7. Richtprozess festlegen
Aus den praktischen Ergebnissen wird ein betrieblicher Ablauf entwickelt.
Dazu können gehören:
- definierte Ausgangsmessungen
- festgelegte Wärmezonen
- Richtreihenfolgen
- Temperaturbereiche
- Zwischenmessungen
- Endkontrollen
- Verantwortlichkeiten
- Sicherheitsvorgaben
8. Dokumentation und Übergabe
Soweit sinnvoll, werden die erarbeiteten Abläufe dokumentiert.
Mögliche Unterlagen sind:
- Arbeitsanweisungen
- Richtabläufe
- Mess- und Prüfpläne
- Fotodokumentationen
- Checklisten
- Schulungsnachweise
- Hinweise zu Arbeitssicherheit und Qualität
9. Nachbesprechung und weitere Umsetzung
Nach dem Praxistermin wird bewertet:
- welche Aufgaben künftig intern übernommen werden können,
- wo weitere Versuche notwendig sind,
- welche Mitarbeiter zusätzliche Übung benötigen,
- und ob weitere Bauteilgruppen in den Prozess aufgenommen werden sollen.
Erfahrung aus der Praxis
Fimano verbindet rund 30 Jahre Erfahrung aus Anwendungstechnik, Schweißtechnik, thermischem Richten und Mitarbeiterschulung.
Die Erfahrung umfasst kleine und präzise Bauteile ebenso wie große Schweißkonstruktionen, Behälter und Anlagenbauteile.
Entscheidend ist dabei nicht nur die technische Lösung.
Ebenso wichtig ist, das Wissen so zu vermitteln, dass Mitarbeiter die Zusammenhänge verstehen und den Richtprozess später selbstständig anwenden können.
Praxisbeispiel
In einem Unternehmen konnte nur ein einzelner erfahrener Mitarbeiter anspruchsvolle Richtaufgaben übernehmen.
Seine Entscheidungen beruhten auf langjähriger Erfahrung, waren aber nicht dokumentiert. Andere Mitarbeiter konnten die Vorgehensweise nur schwer nachvollziehen.
Im Rahmen einer praktischen Schulung wurden typische Bauteile gemeinsam analysiert, Richtschritte erklärt und Messpunkte festgelegt.
Dadurch wurde das vorhandene Erfahrungswissen nicht ersetzt, sondern technisch geordnet und auf mehrere Mitarbeiter übertragen.
Ihr Nutzen
Durch die Einführung eines betrieblichen Richtprozesses können Sie:
- Richtwissen dauerhaft im Unternehmen sichern
- mehrere Mitarbeiter qualifizieren
- Abhängigkeit von einzelnen Personen reduzieren
- Ergebnisse reproduzierbarer machen
- Nacharbeit und Ausschuss verringern
- Richtzeiten besser planen
- Bauteile schneller wieder in den Fertigungsfluss bringen
- Richttechnik als festen Fertigungsschritt integrieren
- neue Mitarbeiter systematischer einarbeiten
- vorhandene Erfahrung dokumentieren und weitergeben
Für wen ist diese Dienstleistung geeignet?
Die Dienstleistung eignet sich besonders für Unternehmen, die:
- regelmäßig mit Schweißverzug arbeiten,
- wiederkehrende Bauteile fertigen,
- Richtaufgaben bisher nur improvisiert lösen,
- internes Know-how aufbauen möchten,
- mehrere Mitarbeiter qualifizieren wollen,
- oder Richttechnik dauerhaft in den Fertigungsprozess integrieren möchten.
Richttechnik dauerhaft im Unternehmen verankern
Sie möchten nicht nur einzelne Bauteile richten lassen, sondern eine eigene Richtkompetenz aufbauen?
In einem ersten Gespräch klären wir Ihre Bauteile, Mitarbeiter und Ziele. Anschließend erhalten Sie ein verbindliches Angebot für Inhouse-Seminar, praktische Umsetzung und Integration in Ihre Fertigung.
Inhouse-Seminar und Prozessintegration anfragen
