Mitarbeiter schulen, Bauteile prüfen und Prozesse sicher beherrschen
Laserhandschweißen kann sehr schnell und wirtschaftlich sein. In der betrieblichen Praxis entscheiden jedoch Bauteilgeometrie, Spaltmaß, Werkstoff, Nahtvorbereitung, Parameter, Schutzgas und Qualitätsanforderungen darüber, ob der Prozess wirklich funktioniert.
Was bei einer Vorführung gut aussieht, muss unter realen Fertigungsbedingungen noch lange nicht reproduzierbar funktionieren.
Auf dieser Seite finden Sie praktische Unterstützung für zwei typische Situationen:
- Sie möchten erste Anwendungen mit Ihrer vorhandenen Laseranlage prüfen.
- Sie arbeiten bereits mit dem Handlaser und benötigen Unterstützung bei Qualität, Fehlern, Qualifizierung oder Prüfungen.
Wo stehen Sie aktuell?
Sie möchten erste Anwendungen praktisch prüfen
Sie verfügen bereits über eine betriebsbereite Laserhandschweißanlage und möchten wissen:
- Welche Ihrer Bauteile eignen sich?
- Wie reagieren die Mitarbeiter auf das Verfahren?
- Welche Parameter und Vorbereitungen sind grundsätzlich erforderlich?
- Wo liegen erkennbare Grenzen?
- Welche nächsten Schritte sind sinnvoll?
Dafür eignet sich der klar begrenzte Inhouse-Praxistag.
Sie arbeiten bereits mit dem Handlaser
Der Prozess läuft, aber die Ergebnisse sind nicht stabil oder entsprechen nicht den Anforderungen?
Typische Aufgabenstellungen sind:
- Poren
- Bindefehler
- Nahtrückfall
- unzureichende Durchschweißung
- instabile Wurzel
- schwankende Nahtqualität
- Probleme mit Spaltmaßen und Bauteiltoleranzen
- fehlende Prozesssicherheit
- fehlende Qualifikation der Mitarbeiter
- Vorbereitung auf Schweißer- oder Verfahrensprüfungen
In diesen Fällen ist keine allgemeine Schulung notwendig, sondern eine gezielte Analyse der konkreten Aufgabenstellung.
Inhouse-Praxistag Laserhandschweißen
Praktischer Einstieg an Ihrer vorhandenen Laseranlage
Der Inhouse-Praxistag verbindet Mitarbeiterschulung, erste Bauteiltests und eine fachliche Einschätzung der nächsten Schritte.
Er eignet sich für Unternehmen, die Laserhandschweißen bereits angeschafft haben oder eine neue Anwendung mit der vorhandenen Anlage prüfen möchten.
Inhalte des Praxistages
Je nach Ausgangslage können folgende Punkte behandelt werden:
- Grundlagen der sicheren und fachgerechten Bedienung
- Einfluss von Leistung, Vorschub, Fokuslage und Schutzgas
- Umgang mit Spaltmaßen und Bauteiltoleranzen
- richtige Vorbereitung der Fügestelle
- praktische Übungen für die Mitarbeiter
- Erkennen typischer Schweißfehler
- erste Tests an ausgewählten Kundenbauteilen
- Bewertung möglicher Anwendungen
- Festlegung sinnvoller nächster Schritte
Preis und Umfang
1 Seminartag im Unternehmen: 1.800 € zzgl. MwSt.
Hinzu kommen gegebenenfalls:
- Fahrtkosten
- Übernachtungskosten
- besondere Verbrauchsmaterialien
- zusätzlicher Vorbereitungs- oder Dokumentationsaufwand
Der konkrete Umfang wird vorab abgestimmt.
Damit der Praxistag überschaubar bleibt
Der Praxistag ist als klar begrenzter Einstieg gedacht.
Enthalten sind in der Regel:
- ein Seminartag vor Ort
- eine vorhandene Laseranlage
- eine überschaubare Teilnehmergruppe
- wenige ausgewählte Bauteile oder Anwendungsfälle
- praktische Übungen
- mündliche Einschätzung der Ergebnisse und nächsten Schritte
Was der Praxistag nicht ersetzt
Der Praxistag ist keine vollständige Prozessentwicklung und keine formale Freigabe des Schweißverfahrens.
Nicht automatisch enthalten sind:
- umfangreiche Nullserien
- Entwicklung vollständiger Prozessfenster
- ausführliche Wirtschaftlichkeitsberechnung
- vollständige schriftliche Prozessdokumentation
- Gefährdungsbeurteilung des Laserarbeitsplatzes
- Laserschutzkonzept
- Schweißerprüfung
- Verfahrensprüfung
- zerstörende oder zerstörungsfreie Prüfungen
- Garantie, dass jedes Bauteil für Laserhandschweißen geeignet ist
Diese Leistungen können bei Bedarf separat vereinbart werden.
Voraussetzung für praktische Arbeiten
Der Praxistag findet an Ihrer vorhandenen Laserhandschweißanlage statt.
Der Laserarbeitsplatz muss:
- betriebsbereit sein
- für die geplanten Arbeiten geeignet sein
- sicherheitstechnisch eingerichtet sein
- durch den Betreiber freigegeben sein
- über die erforderlichen Schutzmaßnahmen verfügen
Die Verantwortung für den sicheren Betrieb der Anlage und des Arbeitsplatzes verbleibt beim Betreiber.
Sind diese Voraussetzungen noch nicht erfüllt, kann zunächst eine technische und sicherheitstechnische Bestandsaufnahme sinnvoll sein.
Gezielte Unterstützung bei bestehenden Problemen
Wenn Sie bereits mit dem Laserhandschweißen arbeiten, kann die Unterstützung direkt an Ihrem konkreten Problem ansetzen.
Schweißfehler analysieren
Typische Fehlerbilder werden systematisch betrachtet:
- Poren
- Bindefehler
- Risse
- Nahtrückfall
- unzureichende Einschweißung
- instabile Wurzelausbildung
- Oxidation
- schwankende Nahtgeometrie
Dabei werden unter anderem geprüft:
- Bauteilvorbereitung
- Spaltmaß
- Fokuslage
- Leistung
- Schweißgeschwindigkeit
- Schutzgas
- Zusatzdraht
- Brennerführung
- Bauteiltoleranzen
Prozesse stabilisieren
Ziel ist nicht nur eine einmalig gute Naht.
Der Prozess soll so eingestellt und vorbereitet werden, dass die Ergebnisse unter realen Fertigungsbedingungen möglichst reproduzierbar werden.
Dazu können gehören:
- Parameter optimieren
- zulässige Toleranzen festlegen
- Bauteilvorbereitung verbessern
- Arbeitsabläufe strukturieren
- Fehlerursachen voneinander trennen
- Prüfmerkmale festlegen
- Mitarbeiter gezielt schulen
Bauteile und Nullserien prüfen
Vor einer größeren Umstellung kann es sinnvoll sein, ausgewählte Bauteile oder eine begrenzte Nullserie zu schweißen.
Dabei wird geprüft:
- Ist das Bauteil grundsätzlich geeignet?
- Welche Vorbereitung ist erforderlich?
- Wie stabil ist das Prozessfenster?
- Welche Qualität wird erreicht?
- Welche Nacharbeit bleibt notwendig?
- Ist der Prozess unter Serienbedingungen realistisch?
Der Umfang wird vorab klar definiert.
Mitarbeiter qualifizieren
Ein Laserhandschweißgerät ist einfach zu bewegen. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Bediener automatisch einen sicheren und qualitätsgerechten Prozess beherrscht.
Die Mitarbeiter müssen unter anderem verstehen:
- wie Parameter und Schweißgeschwindigkeit zusammenwirken
- welchen Einfluss Spaltmaß und Fokuslage haben
- wie typische Fehler entstehen
- wie die Nahtqualität beurteilt wird
- welche Grenzen nicht überschritten werden dürfen
- welche Sicherheitsregeln verbindlich einzuhalten sind
Die praktische Qualifizierung wird auf Anlage, Bauteile und betriebliche Anforderungen abgestimmt.
Schweißer- und Verfahrensprüfungen vorbereiten
In geregelten Bereichen reicht eine optisch gute Naht nicht aus.
Je nach Anwendung können erforderlich sein:
- dokumentierte Schweißerqualifikation
- Schweißanweisung
- definierte Prüfstücke
- zerstörende oder zerstörungsfreie Prüfungen
- Verfahrensprüfung
- nachvollziehbare Prozessparameter
- Abstimmung mit Prüfstelle oder Zertifizierungsstelle
Ich unterstütze bei:
- Auswahl geeigneter Prüfstücke
- Vorbereitung der Mitarbeiter
- Festlegung der Parameter
- Erstellung oder Vorbereitung der Schweißanweisung
- Abstimmung des Prüfablaufs
- Begleitung der praktischen Prüfung
- Vorbereitung auf eine Verfahrensprüfung
Herstellerneutral. Werbefrei. Praxisnah.
Die Unterstützung ist nicht an einen bestimmten Hersteller gebunden.
Entscheidend ist nicht, welches Gerät verkauft werden soll, sondern:
- Welche Aufgabe muss gelöst werden?
- Welche Qualität wird benötigt?
- Welche Grenzen hat die vorhandene Anlage?
- Welche Maßnahmen sind technisch und wirtschaftlich sinnvoll?
Keine Produktvorführung. Keine pauschalen Versprechen. Klare Einschätzung aus der Praxis.
Ihr Ansprechpartner: Ottmar Obenhin
Ottmar Obenhin ist Metallbaumeister, Lehrschweißer, Schweißfachmann und Betriebswirt mit anerkannter Trainerausbildung.
Er verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in Schweißtechnik, Anwendungstechnik, Prozessoptimierung und betrieblicher Qualifizierung.
Beim Laserhandschweißen verbindet er technische Prozessbetrachtung, praktische Mitarbeiterschulung, Qualitätsanforderungen und Arbeitssicherheit.
Im Mittelpunkt steht nicht die Frage, wie beeindruckend eine Vorführung aussieht.
Entscheidend ist, ob der Prozess mit Ihren Bauteilen, Mitarbeitern und Qualitätsanforderungen im Fertigungsalltag funktioniert.
Welche Unterstützung passt zu Ihrer Situation?
Beschreiben Sie kurz:
- welche Bauteile geschweißt werden sollen
- welche Werkstoffe und Materialdicken vorkommen
- ob bereits Probleme bestehen
Nach Eingang Ihrer Anfrage melde ich mich persönlich bei Ihnen. Gemeinsam klären wir, ob der Inhouse-Praxistag ausreicht oder eine gezieltere Unterstützung sinnvoll ist.
