Schweißer für das Laserhandschweißen qualifizieren und prüfen

Laserhandschweißen wirkt auf den ersten Blick einfach.

Der Brenner wird geführt, die Naht entsteht schnell und das Ergebnis sieht häufig gut aus. Genau darin liegt das Risiko: Eine optisch saubere Naht ist noch kein Nachweis für eine sichere und reproduzierbare Schweißverbindung.

Personalqualifizierung beim Laserhandschweißen

Fimano qualifiziert Mitarbeiter gezielt für das Laserhandschweißen und bereitet sie auf die praktische Schweißerprüfung vor. Die Schulung und die Prüfung können direkt im Unternehmen durchgeführt werden.

Typische Situation im Unternehmen

Diese Dienstleistung ist sinnvoll, wenn:

  • eine neue Laserhandschweißanlage eingeführt wurde,
  • Mitarbeiter bisher nur kurz vom Hersteller eingewiesen wurden,
  • unterschiedliche Bediener stark unterschiedliche Ergebnisse erzeugen,
  • Poren, Bindefehler oder Nahtrückfall auftreten,
  • keine einheitlichen Arbeitsweisen vorhanden sind,
  • ein belastbarer Qualifikationsnachweis benötigt wird,
  • Schweißer auf konkrete Bauteile und Nahtformen vorbereitet werden sollen,
  • oder Schulung und Prüfung möglichst direkt im eigenen Betrieb stattfinden sollen.

Eine reine Geräteeinweisung reicht für anspruchsvolle Schweißaufgaben in der Regel nicht aus.

V-Naht mit Laserhandschweißen Wurzelklage

Der Mitarbeiter muss verstehen, wie Bauteilpassung, Fokuslage, Schweißgeschwindigkeit, Brennerführung, Zusatzwerkstoff und Schutzgas zusammenwirken.

Die Dienstleistung von Fimano

Fimano verbindet die praktische Qualifizierung der Mitarbeiter mit einer gezielten Vorbereitung auf die Schweißerprüfung.

Je nach Ausgangssituation umfasst die Dienstleistung:

  • theoretische Grundlagen des Laserhandschweißens,
  • Einweisung in die konkrete Prüfaufgabe,
  • Bewertung des aktuellen Kenntnisstands,
  • Vorbereitung geeigneter Prüf- und Übungsstücke,
  • Entwicklung geeigneter Parameter,
  • Training von Brennerhaltung und Schweißgeschwindigkeit,
  • Umgang mit Drahtzufuhr und Zusatzwerkstoff,
  • Kontrolle von Fokuslage und Pendelparametern,
  • Erkennen typischer Schweißfehler,
  • praktische Übungen an realen Bauteilen,
  • Prüfungssimulation,
  • Durchführung der Schweißerprüfung im Unternehmen,
  • Abstimmung mit einer geeigneten Prüfstelle,
  • sowie Organisation der erforderlichen Prüfungen und Bescheinigungen.

Theorie und Praxis verbinden

Die Qualifizierung umfasst nicht nur das Führen des Laserbrenners.

Wurzellage beim Laserhandschweissen mit verschiedenen Einstellungen

Die Mitarbeiter müssen verstehen:

  • welche Prüfaufgabe vorliegt,
  • welche Anforderungen an die Naht gestellt werden,
  • wie das Prüfstück vorbereitet werden muss,
  • welche Bauteiltoleranzen zulässig sind,
  • wie Spaltmaß und Kantenqualität das Ergebnis beeinflussen,
  • welche Laserparameter entscheidend sind,
  • wodurch Poren und Bindefehler entstehen,
  • woran eine instabile Wurzel zu erkennen ist,
  • und welche Anforderungen an Arbeitssicherheit und Laserschutz gelten.

Die theoretischen Inhalte werden direkt mit praktischen Übungen verbunden.

Qualifizierung direkt im Unternehmen

Die Schulung findet vorzugsweise Inhouse statt.

Dadurch arbeiten die Mitarbeiter:

  • an der vorhandenen Laseranlage,
  • mit den betrieblichen Arbeitsmitteln,
  • unter den tatsächlichen räumlichen Bedingungen,
  • und möglichst an Bauteilen, die zur späteren Fertigung passen.

Das erhöht den Praxisbezug und erleichtert die Übertragung in den Arbeitsalltag.

Gleichzeitig können vorhandene Schwächen am Arbeitsplatz, bei der Bauteilvorbereitung oder beim Prozess früh erkannt werden.

Praktische Qualifizierung

Im praktischen Teil werden die Mitarbeiter schrittweise an die Prüfaufgabe herangeführt.

Je nach Aufgabe werden unter anderem trainiert:

  • Vorbereitung und Reinigung der Bauteile,
  • Positionierung und Heftung,
  • Kontrolle von Spaltmaß und Passung,
  • Brennerhaltung,
  • gleichmäßige Schweißgeschwindigkeit,
  • Fokuslage,
  • Pendelbreite und Pendelfrequenz,
  • Zusatzdrahtführung,
  • Gasführung,
  • sicheres Ansetzen und Beenden der Naht,
  • ein- oder mehrlagige Ausführung,
  • Kontrolle von Wurzel und Nahtoberfläche,
  • sowie Wiederholbarkeit bei mehreren Prüfstücken.

Ziel ist nicht, dass eine einzelne Naht zufällig gelingt.

Der Schweißer soll den Prozess verstehen und unter festgelegten Bedingungen reproduzierbar beherrschen.

Typische Fehler gezielt bearbeiten

Beim Laserhandschweißen können Fehler entstehen, die äußerlich nur schwer oder gar nicht erkennbar sind.

Dazu gehören:

  • Poren,
  • Bindefehler,
  • unvollständiger Einbrand,
  • instabile Wurzelausbildung,
  • Nahtrückfall,
  • zu große oder zu kleine Nahtbreite,
  • ungleichmäßige Schweißgeschwindigkeit,
  • Fehlstellen an Ansatz und Nahtende,
  • unzureichende Drahtzufuhr,
  • sowie Fehler durch ungeeignete Bauteilpassung.

Diese Fehler werden nicht nur benannt.

Der Mitarbeiter lernt, wodurch sie entstehen und welche Änderungen an Parameter, Brennerführung oder Bauteilvorbereitung notwendig sind.

So gehen wir vor

1. Erstgespräch und Klärung der Prüfaufgabe

Im ersten Gespräch klären wir:

  • welche Laseranlage eingesetzt wird,
  • welche Werkstoffe und Materialdicken vorkommen,
  • welche Nahtformen geprüft werden sollen,
  • welche Bauteile später gefertigt werden,
  • wie viele Mitarbeiter qualifiziert werden sollen,
  • welcher Kenntnisstand vorhanden ist,
  • und bis wann die Prüfung benötigt wird.

2. Voraussetzungen im Unternehmen prüfen

Vor dem Termin werden die betrieblichen Voraussetzungen abgestimmt.

Dazu gehören:

  • geeigneter und sicher eingerichteter Laserarbeitsplatz,
  • betriebsbereite Laseranlage,
  • Absaugung und Laserschutz,
  • geeignete Prüf- und Übungsstücke,
  • Werkstoffe und Zusatzwerkstoffe,
  • Schutzgas,
  • sowie Schleif-, Mess- und Kontrollmöglichkeiten.

Bilder und technische Informationen können nach dem Erstgespräch per E-Mail oder WhatsApp ausgetauscht werden.

3. Verbindliches Angebot

Sobald Prüfaufgabe, Teilnehmerzahl und betriebliche Voraussetzungen ausreichend bekannt sind, erhalten Sie ein konkretes und verbindliches Angebot.

Darin werden festgelegt:

  • Umfang der theoretischen Qualifizierung,
  • praktische Übungszeit,
  • Teilnehmerzahl,
  • vorgesehene Prüfaufgaben,
  • Voraussetzungen vor Ort,
  • Leistungen von Fimano,
  • Leistungen der Prüfstelle,
  • Termin und Dauer,
  • sowie die Kosten.

4. Theoretische Qualifizierung

Die Teilnehmer werden auf Verfahren, Prüfaufgabe und Qualitätsanforderungen vorbereitet.

Behandelt werden unter anderem:

  • Grundlagen des Laserhandschweißens,
  • Einfluss der Bauteilpassung,
  • wichtige Anlagen- und Prozessparameter,
  • Nahtvorbereitung,
  • typische Schweißfehler,
  • Anforderungen an die fertige Naht,
  • Prüfablauf,
  • sowie Arbeitssicherheit und Laserschutz.

5. Praktische Vorbereitung

Die Mitarbeiter üben die konkrete Prüfaufgabe an geeigneten Prüfstücken.

Die Ergebnisse werden ausgewertet und die Parameter bei Bedarf angepasst.

Dabei erhält jeder Teilnehmer eine ehrliche Einschätzung, ob die notwendige Prüfungsreife bereits erreicht ist.

6. Prüfungssimulation

Vor der eigentlichen Prüfung wird der Ablauf möglichst realistisch simuliert.

Der Mitarbeiter führt die Aufgabe unter festgelegten Bedingungen selbstständig aus.

Schwächen werden anschließend gezielt besprochen und nachgearbeitet.

7. Schweißerprüfung im Unternehmen

Die Schweißerprüfung kann direkt an der Laseranlage des Unternehmens durchgeführt werden.

Die Prüfaufgabe und der gewünschte Geltungsbereich werden vorab abgestimmt.

Die geschweißten Prüfstücke werden entsprechend den festgelegten Anforderungen bewertet und bei Bedarf weiteren Prüfungen zugeführt.

Die Prüfungsbescheinigung wird nach erfolgreicher Bewertung in Zusammenarbeit mit der zuständigen Prüfstelle ausgestellt.

Vorbereitung und Prüfung klar trennen

Die Prüfung ist keine Schulung.

Am Prüfungstag muss der Mitarbeiter die Aufgabe selbstständig ausführen.

Deshalb wird vorab ehrlich beurteilt:

  • ob der Schweißer den Prozess beherrscht,
  • ob die Parameter ausreichend stabil sind,
  • ob die Prüfstücke richtig vorbereitet sind,
  • und ob die Prüfung bereits sinnvoll durchgeführt werden kann.

Wenn die Voraussetzungen noch nicht erfüllt sind, wird dies offen angesprochen.

Das ist wirtschaftlicher als eine Prüfung, die wegen unzureichender Vorbereitung wiederholt werden muss.

Erfahrung aus der Praxis

Fimano verbindet praktische Erfahrung im Laserhandschweißen mit WIG- und MAG-Schweißtechnik, Fehleranalyse, Parameterentwicklung, Mitarbeiterschulung und Prüfungsbegleitung.

Dadurch wird nicht nur die Bedienung der Laseranlage betrachtet.

Entscheidend ist das Zusammenspiel aus:

  • Mitarbeiter,
  • Bauteil,
  • Werkstoff,
  • Passung,
  • Laseranlage,
  • Parameter,
  • Zusatzwerkstoff,
  • Schutzgas,
  • Qualitätsanforderung,
  • und Arbeitssicherheit.

Ihr Nutzen

Durch die Inhouse-Qualifizierung und Prüfung können Sie:

  • Mitarbeiter gezielt für Ihre Laseranlage qualifizieren,
  • theoretisches und praktisches Verständnis aufbauen,
  • Schweißfehler frühzeitig erkennen,
  • einheitliche Arbeitsweisen entwickeln,
  • vorhandene Arbeitsplätze nutzen,
  • Reise- und Ausfallzeiten reduzieren,
  • mehrere Mitarbeiter gemeinsam qualifizieren,
  • Prüfungsreife vorab einschätzen,
  • Prüfungsvorbereitung und Prüfung sinnvoll verbinden,
  • und einen nachvollziehbaren Qualifikationsnachweis erhalten.

Schweißer für das Laserhandschweißen qualifizieren und prüfen

Sie möchten einen oder mehrere Mitarbeiter direkt an Ihrer Laseranlage qualifizieren und prüfen lassen?

In einem ersten Gespräch klären wir Laseranlage, Prüfaufgabe, Teilnehmerzahl, Kenntnisstand und betriebliche Voraussetzungen.

Anschließend erhalten Sie ein verbindliches Angebot für Inhouse-Qualifizierung, Prüfungsvorbereitung und Durchführung der Schweißerprüfung.

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