Verzug im Fertigungsprozess reduzieren

Wenn Bauteile nach dem Schweißen, Schneiden oder Bearbeiten regelmäßig außerhalb der geforderten Toleranzen liegen, stimmt häufig nicht nur ein einzelner Arbeitsschritt nicht. Meist wirken Konstruktion, Spanntechnik, Schweißfolge, Wärmeeinbringung, Bearbeitung und Prüfablauf zusammen.

Schweißverzug im Fertigungsprozess

Fimano analysiert den gesamten Fertigungsprozess und entwickelt konkrete Maßnahmen, um Verzug zu reduzieren oder kontrolliert in den Ablauf zu integrieren.

Typische Situation im Unternehmen

Diese Dienstleistung ist sinnvoll, wenn:

  • ähnliche Bauteile immer wieder verzogen sind,
  • Nacharbeit fest eingeplant werden muss,
  • Ausschuss und Terminprobleme zunehmen,
  • Schweißer unterschiedlich arbeiten und die Ergebnisse schwanken,
  • Vorrichtungen sehr aufwendig werden,
  • Bauteile nach dem Lösen aus der Spannung zurückfedern,
  • mechanisiertes Schweißen keine stabilen Ergebnisse bringt,
  • oder der Richtaufwand inzwischen zum normalen Fertigungsprozess gehört.

Häufig wird versucht, das Problem mit mehr Spanntechnik, zusätzlicher Bearbeitung oder noch steiferen Vorrichtungen zu lösen. Das kann helfen, beseitigt aber nicht automatisch die Ursache.

Die Dienstleistung von Fimano

Fimano untersucht, an welcher Stelle der Verzug entsteht und welche Maßnahmen technisch und wirtschaftlich sinnvoll sind.

Je nach Aufgabe umfasst die Dienstleistung:

  • Analyse der Fertigungsfolge
  • Bewertung von Schweißnähten und Wärmeeinbringung
  • Prüfung von Spann- und Heftkonzepten
  • Bewertung vorhandener Vorrichtungen
  • Analyse von Bearbeitungsfolgen
  • Entwicklung angepasster Schweiß- und Richtabläufe
  • Einsatz von Vorspanntechniken
  • praktische Versuche an Kundenbauteilen
  • Entwicklung reproduzierbarer Prozesse
  • Qualifizierung der beteiligten Mitarbeiter
Nach dem Richtprozess Bauteil gerade

Ziel ist nicht, jeden Verzug vollständig zu verhindern. Ziel ist ein beherrschbarer Prozess mit kalkulierbaren Ergebnissen.

So gehen wir vor

1. Erstgespräch und Klärung der Aufgabe

Im ersten Gespräch klären wir:

  • welche Bauteile betroffen sind,
  • wie häufig der Verzug auftritt,
  • welche Toleranzen erreicht werden müssen,
  • an welcher Stelle im Prozess die Abweichung sichtbar wird,
  • welche Maßnahmen bereits ausprobiert wurden,
  • und wie hoch der aktuelle Aufwand für Nacharbeit und Richten ist.

2. Aufnahme der vorhandenen Situation

Danach werden Fertigungsablauf, Bauteilgeometrie und vorhandene Informationen aufgenommen.

Je nach Aufgabe geschieht das durch:

  • Bilder und Zeichnungen
  • Schweißfolge und Arbeitsablauf
  • Messwerte und Toleranzen
  • Videoaufnahmen
  • Vor-Ort-Termin
  • Gespräche mit Schweißern, Fertigungsleitung und Konstruktion

3. Verbindliches Angebot

Sobald die Aufgabe ausreichend verstanden ist, erhalten Sie ein konkretes und verbindliches Angebot.

Darin werden Leistungsumfang, Vorgehensweise, benötigte Zeit, Voraussetzungen und Kosten festgelegt.

4. Technische Analyse

Fimano betrachtet unter anderem:

  • Bauteilgeometrie
  • Werkstoff und Materialdicke
  • Nahtanordnung und Nahtvolumen
  • Schweißverfahren und Parameter
  • Heftfolge
  • Schweißfolge
  • Spanntechnik
  • Vorspannung
  • Vorrichtung
  • Abkühlbedingungen
  • Bearbeitungsreihenfolge
  • Mess- und Prüfablauf

So wird sichtbar, wo Verzug entsteht und welche Einflussgrößen den größten Anteil haben.

5. Entwicklung von Lösungsansätzen

Je nach Ursache können unterschiedliche Maßnahmen sinnvoll sein:

  • Schweißfolge verändern
  • Nahtvolumen reduzieren
  • Heftfolge anpassen
  • Bauteile gezielt vorspannen
  • Vorrichtungen überarbeiten
  • Wärmeeinbringung reduzieren
  • Zwischenmessungen einführen
  • Richten als definierten Fertigungsschritt integrieren
  • Mitarbeiter gezielt qualifizieren

Bei mechanisierten Schweißprozessen können angepasste Vorspann- und Vorrichtungskonzepte eine besonders wichtige Rolle spielen.

6. Praktische Versuche und Bewertung

Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden möglichst an realen Bauteilen geprüft.

Dabei wird bewertet:

  • wie stark sich der Verzug verändert,
  • ob die Ergebnisse wiederholbar sind,
  • welcher zusätzliche Aufwand entsteht,
  • und ob die Maßnahme wirtschaftlich sinnvoll ist.

7. Umsetzung und Standardisierung

Wenn ein geeigneter Ablauf gefunden wurde, kann dieser dokumentiert und in die Fertigung übertragen werden.

Dazu können gehören:

  • definierte Schweißfolgen
  • Vorgaben für Vorspannung
  • Messpunkte
  • Prüfintervalle
  • Arbeitsanweisungen
  • Richtabläufe
  • Schulung der Mitarbeiter

Erfahrung aus der Praxis

Fimano bringt rund 30 Jahre Erfahrung aus Anwendungstechnik, Schweißtechnik, Richttechnik und Fertigungsoptimierung ein.

Die Erfahrung reicht von manuellen Einzelteilen bis zu wiederkehrenden Serienbauteilen und mechanisierten Schweißprozessen.

Besonders wichtig ist dabei die Verbindung aus:

  • Verständnis für Schweißverzug
  • praktischer Richttechnik
  • Fertigungsplanung
  • Vorrichtungsbau
  • Prozessanalyse
  • Mitarbeiterschulung

Dadurch wird nicht nur eine einzelne Schweißnaht betrachtet, sondern der gesamte Ablauf.

Praxisbeispiel

Ein Unternehmen hatte wiederkehrenden Verzug an geschweißten Bauteilen.

Die Bauteile wurden aufwendig aufgespannt und trotzdem lagen die Ergebnisse nach dem Lösen der Vorrichtung außerhalb der geforderten Toleranz. Der Richtaufwand war hoch und die Ergebnisse schwankten.

Im Rahmen der Analyse wurden Schweißfolge, Heftfolge, Spanntechnik und Bauteilverhalten untersucht. Anschließend wurden Vorspannung und Fertigungsablauf angepasst.

Ziel war nicht nur, das einzelne Bauteil gerade zu bekommen, sondern einen reproduzierbaren Prozess für zukünftige Bauteile zu entwickeln.

Ihr Nutzen

Durch eine gezielte Prozessanalyse können Sie:

  • wiederkehrenden Verzug reduzieren
  • Nacharbeit und Ausschuss senken
  • Fertigungszeiten besser planen
  • Vorrichtungen gezielter einsetzen
  • Richtaufwand kalkulierbar machen
  • Prozesse reproduzierbarer gestalten
  • Abhängigkeit vom Erfahrungswissen einzelner Mitarbeiter reduzieren
  • mechanisierte Schweißprozesse stabilisieren
  • Kostenursachen im Fertigungsablauf erkennen

Mögliche Förderung

Wenn nicht nur ein einzelnes Bauteil betrachtet wird, sondern ein betrieblicher Prozess systematisch analysiert und verbessert werden soll, kann eine Förderung grundsätzlich möglich sein.

Ob das konkrete Vorhaben förderfähig ist, muss vor Beginn geprüft werden.

Fertigungsprozess analysieren lassen

Sie haben wiederkehrende Probleme mit Verzug, Nacharbeit oder schwankenden Ergebnissen?

In einem ersten Gespräch klären wir Ihre Ausgangssituation. Anschließend kann Fimano den Prozess aufnehmen und ein verbindliches Angebot für Analyse, praktische Versuche und Umsetzung erstellen.

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